Moorgebiete mittels künstlicher Intelligenz zum Schutze des Klimas retten?

Beitrag von Prof. Dr. Holger Günzel (HM)

Mit der Virtualisierung des seit einigen Semestern erfolgreich durchgeführten Learning Lab „JAI“ (Jumpstart into Artificial Intelligence) wurde ein neues durchgängiges Projekt zur Moorrettung eingeführt.

In dem Learning Lab Workshop „JAI“ soll ein erstes Verständnis für sowohl fachliche als auch technische Ansätze der Künstlichen Intelligenz (KI) erzeugt werden.

Dazu werden die Studierenden mit einem unkonventionellen Fall (https://videos.mysimpleshow.com/eb5k5DWHwU) konfrontiert, der von den Studierenden durch KI-Unterstützung gelöst werden soll. Das Projekt “Renaturierung von Mooren zur Speicherung von CO2” dient dazu, die TeilnehmerInnen für das Thema KI zu begeistern, aber auch für ökologische Anwendungsmöglichkeiten zu sensibilisieren. Moore können durch ihre Fähigkeit als Kohlenstoffspeicher einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz leisten. In der Vergangenheit wurden viele Moore durch Entwässerung für die landwirtschaftliche Nutzung oder durch die Nutzung des Materials dieser Eigenschaft beraubt. Um Moore zu revitalisieren, ist die Erreichung eines intakten Wasserhaushalts ein wichtiger Schritt. Die richtige Einstellung des Wasserstandes unter Berücksichtigung des Status quo ist dabei von enormer Bedeutung. Die satellitengesteuerte Überwachung der Bodenfeuchte und die Analyse durch künstliche Intelligenz kann zeigen, wie viel Wasser im Boden gespeichert ist.

Besonders die Nutzung von KI zum Klimaschutz hat viele TeilnehmerInnen überzeugt, an diesem Workshop intensiv mitzuarbeiten.

Neue Lernerfahrung mit „Let us chat“

Beitrag von Prof. Dr. Holger Günzel (HM)

Der neueste Online-Learning-Lab-Workshop LUC („Let us chat“) wurde von knapp 40 Studierenden der Hochschule München initial durchgeführt und hat damit einige interessante Ideen umgesetzt.

Chatbots sind allgegenwärtig: Chatbots versorgen mit Informationen, beantworten Kundenanfragen oder übernehmen die Reparaturannahme. Der Chatbot als Dialogsystem zur Textein- und –ausgabe, erlaubt die Interaktion von Nutzer und IT-System in möglichst natürlicher Sprache und automatisiert wiederkehrende Konversationen.

Zum Ende des Wintersemesters 2020/2021 wurde der neueste Online-Learning-Lab-Workshop LUC von knapp 40 Studierenden der Hochschule München mit dem Aufbau eines „GreenovationBot“ – von der Ideation (Ideengenerierung), über die Installation bis zur Umsetzung und Deployment (Einsatz)- durchgeführt. Dabei werden von den TeilnehmerInnen regelbasierte, aber auch textbasierte Methoden verwendet. Dazu kommt die Chatbot-Software „Botpress Server“ in einer Cloud-Umgebung zum Einsatz. Zum Abschluss des Moduls durften die Studierenden nochmals ihr Wissen im agilen Setting unter Beweis stellen. Das Ergebnis waren fünf Chatbot-Ideen wie der Infobot zum Scrumguide „SimpleScrum“, der Akquisebot „CIL-ly“ für das Co-Innovation Lab oder der Retro-Bot „Reto“.

DMF: Datenbanken für alle!

Beitrag von Prof. Dr. Holger Günzel (HM)

Datenbanken sind omnipräsent: nahezu jede Anwendung verwendet als Basis ein Datenbanksystem zur stringenten Verwaltung der Daten. Das Datenmanagement als Teil der Data Literacy stellt die Basis für die Digitalisierung von Prozessen sowie die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle dar. Deshalb werden häufig auch Nicht-IT-Studierenden, diese Methoden und Konzepte in Lehrveranstaltungen nahegebracht.

Der Online-Workshop „Data Management Foundation” geht ein Stück weiter. Die TeilnehmerInnen erwerben die Fähigkeit zum praktischen Gestalten von Datenmanagement-Lösungen. Dies erfolgt nicht nur durch die Beschäftigung mit der Konzeption und Modellierung von logischen Datenstrukturen, sondern auch durch die Erstellung einer cloud-basierten Anwendung mit der Low-Code-Entwicklungsplattform Oracle APEX (Application Express). Die Studierenden setzen in dem Workshop   (https://videos.mysimpleshow.com/YY9cwFIEvs) eine Plattform zur Wiederverwendung von ausgemusterten Produkten um.

Prototypen im 3D Druck – Studierende nutzen “Learning Lab” Know-How für ihre Bachelorarbeiten

Beitrag von Prof. Dr. Joachim Günther (HM)

Auch wenn seit März 2020 wegen der Corona-Rahmenbedingungen leider keine weiteren POW-Workshops (Print your own world) im Rahmen des Learning Labs durchgeführt werden konnten, verwendeten Studierende ihr praktisches Wissen, um Produkte zu realisieren. Die in Abbildung 1 – 3 gezeigten Funktionsmodelle und Prototypen entstanden in Rahmen von Bachelorarbeiten.

Wichtig vor dem Bau von Prototypen ist die Entscheidung, welche Komponenten von Prototypen gedruckt werden und welche man schneller und kostengünstiger im Baumarkt beschaffen kann (z.B. Wellen aus Rundholz und Stahlstifte).

Abbildung 1: Kardangelenk, das Rotation und Drehmoment von einer Antriebswelle zu einer Abtriebswelle übertragen kann, auch wenn die beiden Wellen winklig zueinander stehen.

Im Folgenden werden zwei mechanische Funktionsmodelle mit 3D-gedruckten Komponenten kurz vorgestellt.

Abbildung 2: Funktionsmodell mit zwei Kardangelenken, die nacheinander angeordnet sind. So lässt sich Drehmoment zwischen Wellen, die Achsversatz aufweisen, übertragen. Eine typische Anwendung im Maschinenbau.
Abbildung 3: Getriebestufe aus einem Bolzenrad und einem Keilrad. Derartige einfache Getriebe wurden im Mittelalter im Antriebsstrang von wasserbetriebenen Mühlen verwendet.

Die Bachelorarbeiten werden von Prof. Dr. Joachim Günther (Hochschule München, Fakultät 09, Wirtschaftsingenierwesen) betreut. Für weitere Informationen sprechen Sie mich gerne an.

Vom modellierten Prozess zum digitalisierten Arbeitsablauf: der neue, virtuelle Workshop “Process Management Fundamentals” (PMF)

Aufgrund der besonderen Covid19-Situation wurde im aktuellen Sommersemester 2020 das neueste Learning Lab als virtuelles Workshop-Format entwickelt: der Workshop “Process Management Fundamentals” (PMF).
Dadurch können auch in der Distanzlehre Prozesse begreifbar, selbstgesteuert und gemeinschaftlich erlebbar gemacht werden. Im neuen Workshop der Professoren Dr. Holger Günzel und Dr. Lars Brehm von der Hochschule München werden Prozesse nicht nur modelliert. Hinzu kommen das Überprüfen der Ausführung mittels Simulation und die Überführung in automatisierten Workflows zur Ausführung der Prozesse: Formulare können ausgefüllt, eMails verschickt oder Dokumente erzeugt werden. Durch das direkte Sichtbarwerden der Ergebnisse wird die oftmals vorhandene Lücke zwischen Theorie und Praxis deutlich reduziert: Die Fähigkeit des einfachen Verstehens von vorhandenen Prozessmodellen wird ergänzt durch die Fähigkeit des Erstellens von eigenen Modellen.

Workshop PMF in Aktion

Initial wurde der Workshop im Sommersemester 2020 mit 20 Studierenden im Bachelor Betriebswirtschaft eingesetzt. Hierzu kamen die bewährten Werkzeuge wie Zoom und Breakout Sessions, Nuclino als Arbeitsraum-Tool und Signavio als Cloud-System zur Prozessmodellierung zum Einsatz.

Neuer Stream “HAT – Home Automation mit Internet of Things” verfügbar

Im Wintersemester 2020/21 wurde der neue Stream HAT (Home Automation mit Internet of Things) bereits initial im Master Betriebswirtschaft “Applied Business Innovation” durchgeführt. Der Stream zeigt die technischen Grundlagen und Möglichkeiten des Internet-of-Things (IoT) auf. Am Beispiel von Smart Home werden Sensoren und Aktuatoren miteinander verknüpft.

Die vorwiegend ohne technischen Hintergrund startenden TeilnehmerInnen lernen IoT nicht theoretisch, sondern bauen einen größeren Case auf Basis des Einplatinen-Computers Raspberry Pi und verschiedenen Sensoren. Es werden Werte ausgelesen, Ausgabegeräte angesteuert und über das Automatisierungswerkzeug Node-Red datenbasierte Abläufe grafisch angelegt und betrieben. Weiterhin lernen die TeilnehmerInnen das Protokoll MQTT („Message Queue Telemetry Transport“) kennen und nutzen.